Was Rauchen aufhören mit Leadership zu tun hat und warum wir mehr Leadership brauchen!

Ich habe einen Entschluss gefasst: ich höre auf zu rauchen. Es entspricht nicht meinen Werten von Gesundheit, Achtsamkeit, Frische und Natürlichkeit. Und ich biete ab jetzt mit meiner Kollegin Ing Holzmayer Tranings in Leadership für Leaders und Teams an: all-you-need-is-empathy.org. Was das beides miteinander zu tun hat, erfährst du jetzt.

Also: Ich höre 2020 auf zu rauchen! Auch wenn es schwierig und holprig werden wird, werde ich bei meiner Entscheidung bleiben. Ich werde dafür sorgen, dass ich dabei bleiben kann. D.h. auch, dass ich mir Unterstützung hole, wenn ich sie dafür brauche. Ich tue alles dafür, dass meine Entscheidung nicht zu rauchen ein fester und immanenter Bestandteil der nahen Zukunft wird.

Wenn meine anderen, inneren Teammitglieder mich bequatschen wollen: „och, komm, eine Zigarette, ist doch so nett“! Oder „Ein bisschen Spaß braucht man doch“ oder „Deine Gesundheit ist so robust, die kann Rauchen doch ab“, dann sorge ich dafür, dass ICH in der Führung bleibe. Ich höre zwar diese Stimmen und bin auch durchaus empathisch mit ihnen – „ah, willst du gerade Entspannung? Genuss? Leichtigkeit? Vertrauen?“ – aber ich folge nicht ihren Strategievorschlägen. Vielleicht schaue ich nach alternativen Strategien, wie die Bedürfnisse und Werte dieser anderen Stimmen erfüllt werden können und trotzdem zu meiner Strategie nicht mehr zu rauchen und dem Bedürfnis nach Gesundheit und Achtsamkeit passen (oder sie sogar bereichern). Ich übernehme jedenfalls die volle Verantwortung dafür, dass meine Entscheidung nicht mehr zu rauchen klar bleibt und in mein Leben kommt, sich dort materialisiert und verstetigt.

Irgendwann wird die Strategie nicht zu rauchen, mit der ich die oben genannten Werte in mein Leben hole bzw. priorisiere, sich dann so in mir materialisiert und verfestigt haben, dass der Energieaufwand, um die Strategie aufrechtzuerhalten, immer kleiner wird. Meine inneren Teammitglieder haben sich dann dahingehend ausgerichtet und wir ziehen alle an einem Strang, d.h. sie haben alternative Strategien für ihre Bedürfnisse gefunden, die meine Strategie des nicht Rauchens stützen oder mindestens nicht behindern. Ab und an wird noch eine Einladung in mir oder von außen kommen, ein schöner Bierabend oder ein tiefes Gespräch oder eine emotionale Krise.

Und auch dann bleibe ich in der Klarheit, und sichere meine Entscheidung nicht zu rauchen, um meine Werte von Gesundheit, Achtsamkeit, Frische und Natürlichkeit in die Welt und in mein Leben zu bringen.

Das ist Leadership!

Leadership bedeutet in die Führung zu gehen und die volle Verantwortung zu über-nehmen für eine Vision, bestimmte Werte, ein Projekt, eine Aufgabe.

Leadership impliziert in meinen Augen, dass ich andere Stimmen zwar anhöre und nachvollziehe, und auch in sofern auf sie eingehen kann, dass ich die Werte und Bedürfnisse erkenne, die sie bewegen (und ggf. nach Strategien suche, die zu meiner Vision passen), aber dass ich immer dafür sorge, dass eine bestimmte Vision klar bleibt.

Leadership bedeutet ein commitment dran zu bleiben, auch wenn es holprig und schwierig wird. Wenn Stimmen mich zurückziehen wollen, in meine rauchende Vergangenheit, entscheide ich mich wieder bewusst für die Ausrichtung auf meine Vision: rauchfreie Zukunft. Das ist ein wichtiger Aspekt von Evolution, von Strukturveränderung, die ich durch bewusste Entscheidungen, Klarheit und empathische Abgrenzung von anderen (also Leadership) mit gestalten kann.

Leadership impliziert nicht notwendigerweise, dass wir mehr Führungskräfte brauchen oder Führung an einzele Personen geknüpft werden muss (kann sie aber). Leadership drückt mehr eine Entscheidung aus:

Ich entscheide mich für eine bestimmte Version/ Vision meiner Zukunft und sorge dafür, dass diese sich manifestiert und verfestigt, auch wenn es mal schwierig wird.

Viele von uns spüren, dass die Zukunft andere Werte-Prioritäten von uns verlangt. Viele von uns merken auch, dass sie andere Werte leben wollen. Und immer wieder lassen wir uns bequatschen von den anderen Stimmen im Außen und auch im Innen. Wir werden schüchtern, weil die Mehrheit noch anders zu denken scheint, sind nicht klar, laut und entschlossen genug oder lassen uns von unseren anderen, inneren Stimmen wieder in das Alte zurückziehen.

Wenn wir was Neues in die Welt bringen wollen und dafür sorgen wollen, dass sich Werte z.B. wie Verbindung, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Freude, Glück, Frieden, etc. materialisieren, verfestigen, und fester Bestandteil der Zukunft werden, brauchen wir Leadership – sowohl im Innen wie auch im Außen. D.h. Klarheit, Commitment und ein Einstehen und Gehen für unsere Werte, auch wenn es anderen nicht passt. Den Mut, dass unsere Klarheit bei anderen was auslöst. Wir vielleicht auch mal nicht nett sind und nicht gemocht werden.

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